Herzlich willkommen!

Dies ist die Seite der GRÜNEN Bad Wildungen. Informieren Sie sich über unsere ehrenamtliche Arbeit in Bad Wildungen.
Statements
Über Jahrhunderte haben Bauern durch ihre Bewirtschaftung die Artenvielfalt in der Feldflur gefördert und erhalten. Erst ab 1962 mit der neuen Agrarpolitik  des „WACHSE ODER WEICHE“, der immer größeren Marktmacht der Lebensmittel-, Chemie- und Agrarkonzerne mussten die Bauern sich neu orientieren, um wirtschaftlich zu überleben.

Die Felder wurden größer, Hecken und Feldgehölze verschwanden, die Viehbestände nahmen stetig zu. Immer mehr Gülle, synthetische Dünger und Pestizide wurden auf Feldern und Wiesen  ausgebracht, um die Einkommen zu sichern. Die Folge: Feldhase, Rebhuhn und Feldlerche sind auch in Wildungen  fast verschwunden. So geht es vielen Tierarten.  Störche leben heute von Mäusen, da es Frösche kaum noch gibt.  Viele Schmetterlinge sind zur Rarität geworden.  Insekten haben sich insgesamt um über 60%  reduziert.  All das muss sich dringend zum Besseren wenden.

Die Stadt Bad Wildungen hat nur begrenzte Möglichkeiten etwas zu ändern. Diese sollte sie aber dringend ergreifen!

Im Besitz der Stadt Bad Wildungen befinden sich insgesamt 126 Hektar landwirtschaftliche Nutzflächen, die an interessierte Bauern verpachtet werden. Die Pachtverträge laufen über 12 Jahre.

GRÜNE Vorschläge zum FAIRPACHTEN*


Bei  Neuverpachtung wird für jede Fläche eine an unten genannten ökologischen Standards ausgerichtete Nutzung vereinbart. Bei Erfüllung der Auflagen sollte der Pachtpreis  pro Hektar 10% bis 20% unter dem ortsüblichen Niveau liegen.

  • Am Ackerrand werden Blühstreifen angelegt. Sie werden 1x  jährlich ab 15. Juli gemäht.
  • Bienen schädigende Pflanzenschutzmittel (z.B. Nicotinoide) sind nicht erlaubt.
  • Totalherbizide (z.B. Glyphosat) sind verboten.
  • Gülle aus fremden Betrieben und Klärschlamm dürfen nicht ausgebracht werden.
  • Umwandlung von Grünland in Ackerflächen ist nicht erlaubt.
  • Bestehende Bäume, Feldgehölze, Hecken und Sträucher sind zu erhalten und zu pflegen.
  • Wiesen sollten  am Extensivierungsprogramm der EU teilnehmen und nicht vor dem 15. Juni gemäht werden.

Stadtwald im Klimawandel


Die Häufung und Zunahme von extremer Witterung wie Hitze, Trockenheit und Stürme bedeuten eine weiter zunehmende Gefahr auch für die … Hektar Wildunger Stadtwald. Die Fichte wird durch den Borkenkäfer, bis auf wenige Kleinstbestände  an feuchten Stellen, vernichtet werden. Auch Kiefern und Lärchen leiden unter dem Befall durch Borkenkäfer. Buchen und Eschen sind durch verschiedene Pilze stark bedroht.

Der Schutz und Erhalt des Waldes -  in seiner ökologischen Funktion, seiner Bedeutung für Erholung, Grundwasserneubildung, Bodenschutz und  auch Holzerzeugung - ist eine Jahrhundertaufgabe. Für die Zukunft geht es um den Aufbau eines stabilen Mischwaldes aus überwiegend heimischen Baumarten. Ein Wald, der gegen Hitze und Trockenheit widerstandsfähig ist und auch Stürmen trotzt, muss das Ziel sein.

*FAIRPACHTEN  ist eine Initiative des NABU

GRÜNE Vorschläge zum Wald im Klimastress

  • Auf 10% der Fläche des Stadtwaldes soll die Natur sich selbst überlassen werden (Natur Natur sein lassen).
  • Der Stadtwald wird nach den Methoden des naturgemäßem Waldbaus bewirtschaftet. Es wird nachhaltige Forstwirtschaft nach FSC Standard betrieben.
  • Naturverjüngung  ist gezielt zu fördern. Das Kronendach sollte geschlossen bleiben um das Waldklima zu erhalten.
  • Falls Bäume gepflanzt werden müssen, ist heimischen Baumarten der Vorzug zu geben. Eine vielfältige Baumartenverteilung muss gewährleistet werden.
  • Wildverbiss ist  durch gezieltes Wildtiermanagement  (Jagd) zu minimieren.
  • Zur Verbesserung des Wasserhaushaltes und der Grundwasserbildung ist der Wasserabfluss aus dem Wald zu reduzieren. Abflussgräben sind zu unterbrechen.
  • Die Bodenverdichtung durch große Forstmaschinen muss vermieden werden. Die Maschinenführer sind entsprechend zu schulen.
  • Stehendes und liegendes Totholz muss im Wald verbleiben. Es fördert die biologische Vielfalt z.B. das Vogelleben, die Humusbildung und  damit  auch den Wasserhaushalt des Waldes.
  • Auf den Einsatz von Pestiziden wird verzichtet.

Karsten Wittern
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